Schon in jungen Jahren stand für Otto Hofner fest, Opern- oder Operettensänger zu werden, und sein Wunsch ging in Erfüllung.
Durch Fritz Fischer aber kam es zur beruflichen Wende. Otto Hofner wurde am 14. August 1915 in München geboren, wuchs im Künstlerviertel Schwabing auf und besuchte in München die Handelsschule. Anschließend durchlief er eine dreijährige Musik-und Gesangsausbildung in der Musikschule bei Kammersänger Wilhelm Staufen. Es folgten Engagements als Sänger an der Hamburger Volksoper, am Grenzlandtheater Tilsit, Stadttheater Elbing und am Mellini-KDF Theater in Hannover. 1940 wurde er zum Militärdienst eingezogen und diente bei der Nachrichtenabteilung. Der junge Otto Hofner erlebte den Krieg als Soldat in Frankreich, Polen und Russland, geriet in russische und nach dem Kriegsende in amerikanische Gefangenschaft. Nach dem Krieg kehrte er zum Theater zurück und spielte an verschiedenen Orten. Zuletzt sang er in Frankfurt den Grafen Danilo in der "Lustigen Witwe" mit der damals populären Sängerin Heidi von Nießen.
In Frankfurt lernte er den brühmten Revue-Regisseur Fritz Fischer kennen, der ihn für seine damals
Aufsehen erregende Produktion „Csardas-Fürstin“ 1950 als Sänger und persönlichen Stellvertreter verpflichtete. Da Fritz Fischer aus politischen Gründen zurücktreten mußte, übernahm Otto Hofner die Leitung und Produktion für anderthalb Jahre, bevor er ein Angebot als Theater- und Konzertdirektor annahm. Nach 1952 arrangierte er selbständig Tourneen mit zahlreichen prominenten Künstlern wie z.B. Marika Röck, Johannes Heesters, Zarah Leander und dem weltberühmten Don-Kosaken Chor unter der Leitung von Serge Jaroff. Über ein Jahrzehnt leitete er als Präsident mit viel Umsicht, Einsatzfreude und Erfolg den Internationalen Varieté, Theater- und Circus Direktoren Verband (heute IFSU, Internationaler Fachverband Show- und Unterhaltungskunst e.V.), dessen Ehrenpräsident er bis zu seinem Tode war. Für sein außerordentliches Engagement im künstlerischen Bereich und in der Verbandstätigkeit, wurde er 1976 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Sein Beruf war sein Hobby und sein Leben. Otto Hofner erfand 1965 die größte Karnevalsveranstaltung Deutschlands, „Die Lachende Kölner Sporthalle“ in Köln. Auch in anderen Städten wird diese erfolgreiche Veranstaltung durchgeführt. 1999 wurde dann die Veranstaltung in die neue Kölnarena verlegt, wo sie sich unter dem Titel: „Die Lachende Kölnarena“ unter der Leitung von Eberhard Bauer-Hofner zur größten Karnevals Mammut-Veranstaltung Deutschlands noch gigantischer entwickelte. Aufgrund der Beliebtheit und der sehr großen Nachfrage findet nunmehr alljährlich an 11 aufeinanderfolgenden Tagen Die „Lachende Kölnarena®“ statt. Bis zu seinem Ableben war Otto Hofner in seinem Unternehmen, der Theater-, Konzert- und Gastspieldirektion Otto Hofner, tätig.
1972 trat Eberhard Bauer-Hofner als Mitarbeiter der Theater-, Konzert- und Gastspieldirektion bei und fand in Otto Hofner einen der besten Lehrmeister der Konzert- und Theaterbranche. Im Laufe der Jahre wurde Eberhard Bauer-Hofner als seine rechte Hand zum Geschäftsführer bestellt und führt nunmehr seit 1996 die Otto Hofner GmbH in seinem Sinne erfolgreich weiter.
In Eberhard Bauer-Hofner hat Otto Hofner einen würdigen und kompetenten Nachfolger.




